Nach einer Vorauswahl durch Wikitude traten in jeder Kategorie drei Teilnehmer gegeneinander an. Ermittelt wurden die Gewinner durch ein offenes Abstimmverfahren, an dem jeder teilnehmen konnte. In der Kategorie „Social“ konnte sich die Erklärmaschine Twick.it gegen den etablierten amerikanischen Dienst Gowalla sowie Sagis, das geographische Informationssystem des Landes Salzburg, durchsetzen. Konzipiert und programmiert wurde die Erklärmaschine Twick.it von Markus Möller und Sean Kollak. Der Internetdienst verbindet Elemente des Kurznachrichten-Dienstes Twitter mit dem strukturellen Ansatz der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Die Erklärungen zu jedem The-ma dürfen nicht länger als 140 Zeichen sein und werden von anderen Nutzern bewertet. Im Gegensatz zu traditionellen Nachschlagwerken liegt der Nutzen von Twick.it nicht in der Darstellung einer objektiven Wahrheit, son-dern in dem konkreten Alltagsnutzen, erklärte jüngst Professor Peter Kruse in einem Video-Interview. Durch die Kürze der Erklärungen können die wichtigsten Informationen auf einen Blick erfasst werden. Verwandte Themen werden von der Erklärmaschine automatisch miteinander vernetzt und Links ermöglichen den Nutzern den Zugang zu weiterführenden Informationsquellen im Internet.
Innovativer
Stadtführer für Smartphones
Das Modewort Augmented Reality steht für „erweiterte
Realität“. Dabei wird eine realistische Abbildung der
Umgebung auf einem Display durch Computer mit
zusätzlichen Informationen angereichert. Mit einer
Mobiltelefon-Anwendung wie Wikitude können sich Nutzer
beispielsweise die Twick.it-Erklärungen in ihrer direkten
Umgebung anzeigen lassen. Großes Potential für solche
Anwendungen bestehen insbesondere in der
Tourismus-Branche. Reisende können in jeder Stadt die
jeweiligen Erklärungen kostenlos auf dem Handy aufrufen.
Darüber hinaus kann mit einer Kartenansicht der Weg zu
einer Sehenswürdigkeit ermittelt werden. Klassische
Stadtführer werden damit überflüssig.
Twick.it-Nutzer können Smarthpone gewinnen
Webentwickler Markus Möller, der für die technische
Umsetzung bei Twick.it verantwortlich ist, freut sich
über den Weltmeister-Titel: „Besonders stolz macht
mich, dass wir uns gegen Gowalla Spots durchsetzen
konnten. Der Gewinn des internationalen
Wikitude-Wettbewerbs beweist, dass Innovatio-nen im
Internet nicht immer aus Amerika kommen müssen.“ Sean
Kollak fügt hinzu: „Diese Auszeichnung haben wir
unseren Fans zu verdanken, die für uns abgestimmt
haben.“ Neben dem Weltmeister-Titel hat die
Erklärmaschine auch ein modernes Smartphone gewonnen, das
nun unter den Nutzern der Plattform verlost werden soll.
Dazu Markus Möller: „Wir sind eine
Crowd-sourcing-Plattform, die einzig und allein durch die
Inhalte und das Engagement unserer Nutzer wachsen kann.
Für uns ist es darum selbstverständlich, dass wir diesen
Gewinn an die Community weitergeben.“
Die Erklärmaschine Twick.it ist seit Anfang 2010 im Internet verfügbar: Inzwischen haben sich bereits 800 Nutzer registriert und über 10.000 Erklärungen abgegeben.



